Liebe Reitschüler!
Auf dieser Seite könnt ihr regelmäßig interessante Informationen über eure Schulpferde oder die Westernreiterei nachlesen. Auch Termine für Ferienkurse oder Turniere könnt ihr hier erfahren.


Auf welchen Pferden reitet Ihr?

Zwei der Pferde, Jack und Daron sind in Südamerika geboren. Sie kamen mit dem Schiff nach Europa.
Daron kannte keine Reiter und wurde von Lena ausgebildet. Jack wurde von Gauchos geritten.

Was aber ist ein Gaucho?

Die berittenen Hirten in Argentinien (in Südamerika) nennt man Gauchos. Sie hüten meist große Rinderherden oder auch Schafe. Die Pferde der Gauchos müssen dabei als zuverlässige und sehr geländegängige Partner helfen. Die Pferde wachsen meistens in Herden auf und werden erst spät mit Menschen vertraut gemacht. Vorher sind sie sich selbst auf großen Weideflächen überlassen. Deshalb sind diese Pferde meist recht schlau, nicht so leicht zu erschrecken, fit, aber auch selbständig und mehr an anderen Pferden als an Menschen interessiert. Sie werden zu Gehorsam erzogen und so geritten, dass der Reiter eine Hand frei hat für seine Arbeit.
Es ist für diese Pferde natürlich schwer, sich an ein so anderes Leben in Deutschland zu gewöhnen.
Von diesen südamerikanischen Pferden gibt es bei uns Mestizos, das sind Pferde ohne Abstammungsnachweis, und Criollos, die sorfältig und und mit Papieren gezüchtet werden.

Braucht ein Pferd Hufeisen?

Hufeisen brauchen manche Pferde, um ihre Hufe vor übermäßiger Abnutzung zu schützen, wenn es geritten oder gefahren wird. Pferde haben unterschiedlich harte Hufe und die Böden, auf denen sie sich bewegen, sind sehr unterschiedlich. Ein Pferd, das nur in der Halle und auf Erdwegen läuft braucht wahrscheinlich keine Eisen. Der natürliche Zuwachs an Hufhorn gleicht das aus, was abgerieben wird. Die Hufe müssen dann nur genau kontrolliert, ausgeschnitten und geraspelt werden. Das macht der Schmied, obwohl er keine Eisen aufnagelt.
Ist ein Pferd, vielleicht mit einem schweren Reiter, viel auf Schotter oder Pflaster unterwegs oder es hat nicht so festes Hufhorn, braucht es Hufeisen (oder Hufschuhe) zum Schutz. Bekommt es diese nicht regelmäßig vom Schmied angepasst und aufgenagelt, kann es sein, dass es lahmt oder krank wird.
Im Westernsport werden viele Pferde außerdem mit speziellen Eisen für die Turniere und das Training beschlagen. Diese Eisen, die „Sliding Plates“ kommen nur auf die Hinterhufe und haben eine spezielle Form. Sie sind so hinten verlängert, dass das Pferd, wenn es sich hinten setzt und dabei vorne weiterläuft, anhält und dabei einen längere Strecke rutschen kann. Diese Manöver heißt „Sliding Stop“ und gehört zur Reining. Es macht richtig Spaß und die Zuschauer sind meist begeistert. Leider sind die Eisen aber scharfkantig und es kann passieren, dass sich das Pferd ein Eisen selbst heruntertritt. Schade!

Wozu brauchen Pferde eine Koppel?

Ihr wisst sicher, dass viele Pferde in Boxen leben, mal mit mal ohne kleinen Auslauf (Paddock). Manche Pferde verbringen ihre Tage , manchmal auch Nächte, aber auf der Weide, auf einer Koppel.
Will man ein Pferd täglich auf einem Reitplatz oder einer Halle reiten, z.B. als Sportpferd oder für den Reitunterricht ist es meist nötig, das Pferd nicht zu weit weg auf der Weide zu haben. Man kann es einzeln füttern und betreuen. Deshalb stehen die meisten Pferde in größeren Reitställen in einer Box. Auch bei manchen Verletzungen muss ein Pferd für eine Weile in der Box bleiben.


Trotzdem ist es sehr wichtig, dass sich ein Pferd seinen natürlichen Bedürfnissen entsprechend auf einer Koppel frei bewegen kann, mit anderen Pferden Gemeinschaft hat, Sonne,Wind und Wetter erlebt.
Unsere Pferde fühlen sich sichtbar wohl, wenn sie im Sommer grasen, miteinander herumrennen, spielen und sich gegenseitig kraulen können. Auch im Winter kommen sie miteinander raus, aber nur auf eine kleine Koppel, um das Gras nicht zu zerstören.
Wer sie beobachtet, merkt, dass sie nicht immer sanft miteinander umgehen, da wird auch gelegentlich gedroht, geschubst und getreten.
Bei wilden Spielen geht es rund und es rutscht auch mal einer aus.
Mit Hufeisen, ganz besonders mit Eisen zum Rutschen, ist es viel wahrscheinlicher, dass sich ein Pferd selbst verletzt oder einem
eine Verletzung zufügt. Deshalb verzichte ich auf das Beschlagen der Pferde, auch wenn ein „Sliding stop“ dann nicht so rasant geritten
werden kann. Ein entsprechend angepasstes Stop-Training lässt
sich aber trotzdem durchführen.

Dass diese Art mit den Pferden umzugehen erfolgreich ist, sieht man daran, dass unser Senior Jack gesund und munter seine jungen Reiter trägt, Buddy und Daron auch 2012 sehr erfolgreich auf dem Turnier laufen und Kimba ein zuverlässiges Freizeitreitpferd geworden ist.


Was interessiert euch noch? Wenn ihr Fragen habt oder Wünsche, sagt Lena Bescheid!